Sinn-Coaching

Wann macht Sinn – Coaching Sinn?

  • Orientierungskrise
  • Anpassungsschwierigkeiten
  • Burn-Out
  • Arbeitsunlust und lähmende Trägheit
  • Existentielle Frustration
  • Wertambivalenz bzw. Werktkonflikte in schwierigen Entscheidungssituationen

Beim Sinn-Coaching unterstütze ich Sie dabei, Ihrer Sehnsucht nach Sinn auf die Spur zu kommen. Sie lernen, ihr „Sinn-Findungsorgan“ zu spüren. Dadurch wird es möglich, selbst und eigenverantwortlich auf Ihre Sinn-Suche gehen zu können, um berufliche und persönliche (Lebens-)Aufgabe wieder als erfüllend zu erleben. Entdecken Sie Ihre Sinn- und Lebenskraft!

Im beruflichen wie privaten Kontext trägt die Gewissheit, sich für etwas Sinnvolles zu engagieren, wesentlich zur Arbeits- und Lebenszufriedenheit bei. Sie macht es möglich, mit Schwierigkeiten entspannter, offener und mit mehr Leichtigkeit umzugehen:

„Das Wissen um eine Lebensaufgabe hat einen eminent psychotherapeutischen und psychohygienischen Wert. Wer um einen Sinn seines Lebens weiß, dem verhilft dieses Bewußtsein mehr als alles andere dazu, äußere Schwierigkeiten und innere Beschwerden zu überwinden.“

– Viktor Frankl (1905 – 1997), Dr. med. et Dr. phil., österreichischer Neurologe und Psychiater, Gründer der Logotherapie

Die Sinn-Suche ist immer auch eine Suche nach

  • den eigenen Werten
  • der eigenen Verantwortung im Leben
  • dem einzig einem selbst „zugedachten Leben

Werte

Werte sind Ausdruck eines Grundbedürfnisses des Menschen, sich selbst zu verwirklichen, sich als Mensch weiterzuentwickeln, das Leben zu leben (Individuation). Über die Werte lässt sich die eigene Verantwortung im Leben erkennen. Stellt man sich dieser Verantwortung, verwirklicht man das „zugedachte Leben“. Die Reflexion auf die eigenen Werte ist somit grundlegend für die Sinn – Suche.

Verantwortung

Im Wort „Verantwortung“ steckt das Wort „Antwort“. Und um diese geht es, denn das „zugedachte Leben“ stellt individuelle Fragen, die man nur selbst beantworten kann. Insoweit ich diese Fragen in mir selbst wahrnehmen und auf sie antworte, nehme ich diese Verantwortung für mein Leben an oder eben nicht.

Im selben Augenblick, in dem ich auf die Fragen entsprechend dem Sinnorgan „Gewissen“ oder „Herz“ antworte, erfahre ich Freiheit. Ich befreie mein Leben und werde selbst frei in dem Maße, in dem ich mein Leben „verantworte“. Aus Verantwortung wächst Freiheit und vergeht die (Lebens-)Angst. Freiheit und Angst sind Gegenspieler: Wo die Freiheit spielt, muss die Angst pausieren.

Zugedachtes Leben

Das „zugedachte Leben“ ist jenes, welches sich „erfüllend“ anfühlt. Man „füllt“ mit seinem Leben, mit seinen Worten und Taten jene Lücke im Puzzle der Lebenszusammenhänge, die nur man selbst füllen kann. An dieser Stelle des Puzzles entfaltet man seine größte Wirksamkeit. Dort „verwirklicht“ man sich, sein Leben. An dieser Stelle im Lebens-Puzzle findet man sein „zugedachtes Leben“. Dort fühlt sich Anstrengung an wie die Balance zwischen Ein- und Ausatmen. Man weiß wofür. Man weiß, warum man jeden Tag aufsteht. „Ikigai“ nennen es es die Japaner.

Es ist die Aufgabe jedes Menschen, sich jeden Tag ein Stück weiter dieser Stelle zu nähern, indem man sich jener individuellen Fertigkeiten und Interessen besinnt und ihnen nachgeht, die einem das Leben schenkte:

„Schnitze dein Leben aus dem Holz, das du hast.“

Leo Tolstoi (1828 – 1910), Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, russischer Erzähler und Romanautor

Was einem zugedacht ist, dem kann man zwar ausweichen, wie ein Magnet, wird man aber immer wieder an das „eigentliche“ Leben erinnert, begegnet man Momenten, in denen man das „eigentliche“ Leben spürt, das nach einem verlangt.

„Du hast eine Aufgabe zu erfüllen. Du magst tun was du willst, magst hunderte von Plänen verwirklichen, magst ohne Unterbrechung tätig sein – wenn du aber diese eine Aufgabe nicht erfüllst, wird alle deine Zeit vergeudet sein.“

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207 – 1273)

Wie spürt man das zugedachte Leben auf?

Man spürt es und spürt es auf über das „Sinn – Organ“ „Gewissen“ oder „Herz“. Dieses „Organ“ gibt im Augenblick der Entscheidung einen Impuls in eine bestimmte Richtung, die der sich das Leben einen Schritt mehr erfüllte, gäbe man diesem Impuls nach, täte die Tat oder spräche das Wort. Es ist wie ein Kompass, der die passende Richtung auf dem Weg des Lebens anzeigt. Das „zugedachte Leben ist also jenes, für das das Sinn – Organ einen Impuls gibt.

Die Sehnsucht nach Sinn ist umso stärker, je größer die Differenz zwischen dem tatsächlichen und dem zugedachten Leben ist. Je kleiner die Differenz ist, desto „erfüllter“ und „sinn – voller“ fühlt sich das eigene Leben an. Indem Maße, indem man den Mut hat, sich auf dieses Leben einzulassen, „erfüllt“ es sich.

Für das „zugedachte Leben“ muss man sich entscheiden, muss sich zu ihm aufschwingen, so wie ein Vogel in den Himmel.

Der „Augenblick der Entscheidung“ ist jener, in der das Leben den Menschen anfragt:

„Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu antworten – das Leben zu ver-antworten hat.“

„Eigentlich dürfte man sich nicht fragen, was erwarte ich mir vom Leben, sondern vielmehr: Wer oder was wartet auf mich – ein Mensch oder ein Werk, eine Person oder eine Sache? Und: Wer erwartet etwas von mir?“

– Viktor Frankl

Der „Augenblick der Entscheidung“ ist jeden Augenblick. Fragen und damit Aufgaben stellt das Leben jeden Tag, jede Stunde, jeden Augenblick:

„Die Aufgabe wechselt nicht nur von Mensch zu Mensch – entsprechend der Einzigartigkeit jeder Person –, sondern auch von Stunde zu Stunde, gemäß der Einmaligkeit jeder Situation.“

„Nicht nur von Stunde zu Stunde wechselt die Frage, die das Leben an uns stellt, – gemäß der Einmaligkeit jeder Situation, – sondern sie wechselt auch von Mensch zu Mensch, entsprechend der Einzigartigkeit jeder Person.“

– Viktor Frankl

Im „entscheidenden Moment“ kommt vom Herz ein spontaner Impuls sich so oder so zu entscheiden. Diesem Impuls wahrzunehmen bedeutet, das zugedachte Leben zu spüren. Ihm nachzugeben, bedeutet, seine Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Dieser „spontane Impuls“ kommt also vom Herzen, manche nennen es auch „Gewissen“:

„Das Gewissen läßt sich definieren als die intuitive Fähigkeit, den einmaligen und einzigartigen Sinn, der in jeder Situation verborgen ist, aufzuspüren. Mit einem Wort, das Gewissen ist ein Sinn-Organ.“

– Victor Frankl

Der Grundstrom der unter all den Impulsen fließt nennen manche das „Schicksal“, andere, nämlich religiöse Menschen „persönlichen Auftrag“:

„Der religiöse Mensch erlebt das Dasein [das Leben] nicht nur als konkrete Aufgabe, sondern als persönlichen Auftrag. So sieht er die Aufgabe transparent auf die Transzendenz hin. Er weiß darum, daß Gott von ihm etwas erwartet.“

– Viktor Frankl

Und dieser Grundstrom muss gesucht werden. Paradoxerweise erschafft das Suchen das Finden. „Sinn“ existiert also nicht ex ante, also bevor man sich aufmacht, sondern ex post, nachdem man sich bereits aufgemacht hat, den Sinn zu suchen. Sinn ist wie die Sternenkonstellationen am Himmel:

“The stars we are given. The constellations we make. That is to say, stars exist in the cosmos, but constellations are the imaginary lines we draw between them, the readings we give the sky, the stories we tell.”

– Rebecca Solnit, Storming the Gates of Paradise: Landscapes for Politics

Sich auf die Suche machen aber braucht Mut. Und Kraft, da man sich zum Leben immer wieder aufschwingen muss. Aber wie bei einer Schaukel, bei der man erst Kraft einsetzen muss, um aufzusteigen und dann wieder schwerelos sinken zu können, bedarf es die Kraft der Verantwortung, um das Gefühl der Freiheit spüren zu können. Freiheit spürt nur, wer Verantwortung wagt.

Und mit dem Gefühl an Freiheit wächst auch das Gefühl, sinnerfüllt zu handeln. Das Gefühl der Freiheit ist jenes, das auch das Wasser spürt, wenn der Fluss es trägt. Unser Fluss ist das Leben, das uns die Fragen stellt. Antworten wir ihm, wächst unsere innere Freiheit, die Angst vergeht, Sehnsucht nach Sinn wird gestillt.

“Man is originally characterized by his „search for meaning“ rather than his „search for himself.“ The more he forgets himself—giving himself to a cause or another person—the more human he is. And the more he is immersed and absorbed in something or someone other than himself the more he really becomes himself.”

– Viktor Frankl, Man’s Search for Ultimate Meaning

Berufliche wie private Herausforderungen können somit die Chance sein, über unser zugedachtes Leben nachzudenken und zu -fühlen. Vielleicht regt sich bei Ihnen ja schon eine Lebens-Frage?

Ich freue mich, Sie auf dieser Sinn-Reise begleiten zu dürfen!